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Zu hoch! Zu nah!

11.03.2009 – Brief AIM an STOFANEL

Sehr geehrte Frau Stefanel, sehr geehrter Herr Stoffel,

nach längerer Pause, möchten wir uns noch einmal an Sie wenden. Es ist bereits Mitte März und wir haben immer noch nichts von Ihnen gehört. Laut Ihres Briefes vom 12.12.2008, sollten die Unterlagen bis Ende Februar beim Amt sein und uns zuvor »zur Kenntnis« gegeben
werden. Hat sich Ihre Planung verschoben? Wann können wir damit rechnen, Einblick in die Tektur zu bekommen? Auch hören wir leider nichts mehr von der Festschreibung der transparenten Brüstungen oder der Gartengestaltung, die Sie uns versprochen hatten.

Währenddessen schreitet Ihr Bauvorhaben unerbittlich weiter voran und frisst sich immer näher an unsere Grundstücksgrenzen. Es ist beängstigend, diesen Prozess aus unserer Perspektive beobachten zu müssen. Dabei spielt sich bislang das meiste am Boden ab. Bald
aber sollen die Mauern vor unseren Fenstern in die Höhe wachsen und wir dann vor wahrlich vollendeten Tatsachen stehen!

Diese näher rückende Perspektive wirft Fragen auf, mit denen wir konfrontiert werden: Ist die Verhandlungsdelegation der AnliegerInitiative seit nunmehr fast einem Jahr einer gewieften
Hinhaltetaktik aufgesessen? Ging es den Investoren seinerzeit nur um eine ruhige Eröffnung Ihres Verkaufspavillons, um den störungsfreien Start des Verkaufs?
Dann sind da die Gerüchte, sie wollten einen zusätzlichen Investor für Ihr Projekt ins Boot holen, der womöglich an solch einer Tektur überhaupt kein Interesse hat.

All das steigert nicht nur den Unmut der Anwohner, sondern auch die von Ihrer Seite eingeräumte Reduzierung der Bauhöhe von sechs auf fünf Etagen erscheint unbefriedigend. Zumal wir inzwischen erfahren haben, dass es sehr wohl auch andere Investoren gibt, die sich
beispielsweise vor Baubeginn mit den Anwohnern zusammensetzen, um für alle Beteiligten eine zufrieden stellende Lösung zu finden. Das würde dann auch mehr der »ganzheitlichen« Herangehensweise gerecht werden, die Sie so gerne propagieren. Auch ist eine im Nachhinein verhandelte Reduzierung der Bauhöhe keine Seltenheit, einfach um lang anhaltenden Auseinandersetzungen mit der Nachbarschaft zuvor zu kommen. Selbst Gerichtsprozesse von
Eigentümern gegen neue Bauprojekte und deren Investoren haben Aussicht auf Erfolg, wie das Beispiel »Engelhöfe« auf dem ehemaligen Mauerstreifen in Berlin-Mitte zeigt.

Die von Ihnen angebotene Reduzierung der Bauhöhe um eine Etage ist ein Minimalkonsens – nicht mehr als ein Tropfen auf den heißen Stein, – besonders auch, weil Sie ja teilweise wieder zurückgenommen wurde, indem nun doch wieder fast einen Dreiviertelmeter höher gebaut
wird. Umso ärgerlicher ist Ihre lapidare Feststellung, dass Maßnahmen gegen die eintretende Verschattung unserer Grundstücke zu teuer wären. Was bedeutet ‚zu teuer’ im Rahmen eines so großen Bauvorhabens überhaupt? Welche Möglichkeiten haben Sie geprüft? (Hier eine kleine Recherchehilfe von uns: http://www.lumena.ch Falls Sie es noch nicht getan haben, sollten Sie sich unbedingt diese Seite anschauen;)

Und noch etwas: Sowohl die Beibehaltung des historischen Namens des Marthashof und dessen soziale Konnotation als auch die gegenwärtige soziale Situation im Kiez, wie es Anselm Weidner in seinem Feature im Deutschlandfunk* so zutreffend beschreibt, sollten Sie dazu veranlassen, darüber nachzudenken, wie der neu entstehende »Marthashof« das soziokulturelle Leben unterstützen und zum soziokulturellen Leben beitragen könnte. Wir wollen nicht, dass unser Kiez sein gewachsenes Antlitz verliert, indem er zu einem Ghetto der »Schönen und Reichen« wird, während in unmittelbarer Nachbarschaft, nur getrennt vom »sozialen Äquator«, das Brunnenviertel, allmählich an seinen ökonomischen und sozialen Problemen erstickt. Wo ist Ihr Engagement diesbezüglich?

In Erwartung einer baldigen, konstruktiven Antwort verbleiben wir,
mit freundlichen Grüßen,

AIM

12.12.2008 – Brief STOFANEL an AIM

27.11.2008 – Brief AIM an STOFANEL

Sehr geehrte Frau Stefanel,
sehr geehrter Herr Stoffel,

wir danken für Ihr Schreiben vom 5.11.08, müssen aber unserer Verwunderung darüber Ausdruck geben, dass wir darin keine Antwort auf unser Schreiben vom 23.10.2008 erkennen können.

Wir haben in Konsequenz unserer Verhandlungen zu einigen Punkten Position bezogen, warten allerdings immer noch auf Ihre Stellungnahme (siehe Punkte 1-4 in unserem Schreiben vom 23.10.2008).

Insbesondere sind wir besorgt über den in unserem Schreiben als »Präzedenzfall« bezeichneten Vorgang, dass durch die Erhöhung von 66 cm nun weiteren Änderungen am Bau Tür und Tor geöffnet sind. Zum Beispiel mussten wir beim letzten Treffen mit Frau und Herrn Rübberdt feststellen, dass auf dem Bauplan der Anbau von Haus H stillschweigend von 2 auf 4 Geschosse aufgestockt worden ist.

Wir haben außerdem bislang keinerlei Sicherheit, dass die Tektur, die Sie uns zugesichert haben, auch wirklich realisiert wird. Wir haben jeden Hinweis darauf während der letzten beiden Treffen mit Frau und Herrn Rübberdt, vermisst; diese »Auslassung« betrifft übrigens auch Ihre Schreiben. Wir sind besorgt, einige gar ungehalten darüber, dass offenbar bislang kein Änderungsantrag, der unser Verhandlungsergebnis widerspiegelt, bei den Ämtern vorliegt. Das aber war konkreter Bestandteil unserer Vereinbarung, an die wir uns unsererseits bislang im Vertrauen auf Ihre Zusagen gehalten haben.

Zudem haben wir erfahren, dass Sie im Vertrieb weiter mit 6 Geschossen beim hinteren Riegel werben. Falls dem tatsächlich so ist, können Sie sich sicher unsere Irritation vorstellen.

Wir bitten nun, in geeigneter Weise Verbindlichkeit in Bezug auf die Tektur herzustellen und würden uns freuen, bis zum 12.12.2008 von Ihnen zu hören.

Mit freundlichen Grüßen

i.A. Adama Ulrich
AnliegerInitiative Marthashof – AIM

Kopie an: Katja und Werner Rübberdt, City.Bauten Gesellschaft für Projektentwicklung und –management mbH

05.11.2008 – Brief STOFANEL an AIM

29.10.2008 – Offener Brief an den Regierenden Bürgermeister von Berlin Klaus Wowereit zum Richtfest Kastaniengärten am 31.10.2008

15.10.2008 – Brief STOFANEL an AIM

GRUNDSTEINLEGUNG DES PROJEKTES MARTHASHOF URBAN VILLAGE
am 17.09.2008

25.07.2008 – Brief STOFANEL an AIM

14.07.1008 – Brief AIM an STOFANEL

Sehr geehrte Frau Stefanel,
sehr geehrter Herr Stoffel,

Am Dienstag, d. 08.07.2008, trafen sich die Anlieger des Marthashofs, um über Ihren Kompromissvorschlag informiert zu werden und diesen zu diskutieren.

Einerseits sind Ihre Bemühungen und Ihre Bereitschaft, auf die Bedürfnisse der Anlieger einzugehen und auf bereits genehmigte Flächen zu verzichten, sehr positiv aufgenommen worden. Andererseits hat sich ein Großteil der Betroffenen deutlichere Ergebnisse von unseren Gesprächen erhofft. Die Anwohner hatten sich gerade erst mit der von den öffentlichen Stellen kommunizierten aufgelockerten Bebauung mit öffentlichem Park, beziehungsweise mit einer 3-4 geschossigen Bebauung, gemäß der 1. Stufe des Wettbewerbes, abgefunden. Der am 26.06. erzielte Kompromiss weist in seiner Masse und Entfernung immer noch erhebliche Abweichungen zu diesen Vorstellungen auf.

Dementsprechend fiel das Ergebnis der Abstimmung aus: Eine knappe Mehrheit der Anwesenden hat dem mit Ihnen ausgehandelten Kompromiss zugestimmt.
Wir möchten Sie aber noch darum bitten, folgende mit Ihnen schon besprochenen Punkte in Ihren Kompromissvorschlag aufzunehmen: die Begrünung der Häuserrückfronten und die lichtdurchlässigen Brüstungen an den Dachgärten.

Andere unkonventionelle aber wirkungsvolle Maßnahmen, die geeignet sind, die Beeinträchtigungen der Anlieger weiter zu reduzieren, würden das Bild und die Akzeptanz der Stofanel Investment GmbH im Kiez sicherlich nachhaltig fördern. Wir denken da z.B. an eine Lichtlenkung durch Spiegel oder verspiegelte Glasflächen, die Sonnenlicht in die beschatteten Gärten und Häuser leiten. (Das Studio Olafur Eliasson in der Invalidenstrasse in Berlin-Mitte, derzeit international bekannt durch das Projekt Wasserfall in New York, wurde uns in diesem Zusammenhang empfohlen. http://www.olafureliasson.net/ – siehe auch ZDF aspekte vom 11.07.2008)

Die Anlieger wollen das Bauvorhaben selbstverständlich auch in Bezug auf die Geschichte, das soziale Umfeld, den Baulärm etc. sowohl kritisch als auch konstruktiv begleiten.

In diesem Zusammenhang liegt uns noch ein Thema sehr am Herzen: wir würden uns wünschen, dass Sie sich mit uns dafür einsetzen, dass die Grünanlage zumindest so öffentlich bleibt, wie sie jetzt geplant ist – gerade weil die Anrainer leider keinen direkten inneren Zugang bekommen werden. Denn der öffentliche Park ist wirklich auch die allerletzte Spur, die übrig ist vom »sozialen Geist«, der auf diesem Stückchen Land in Form des Mägdeheims Marthashof über ein dreiviertel Jahrhundert hinweg geherrscht hat.

Sie, sehr geehrte Frau Stefanel und sehr geehrter Herr Stoffel, haben sich durch die Zugeständnisse, die Sie trotz einer genehmigten Planung gemacht haben, möglicherweise eine breitere Zustimmung erhofft. Wir danken Ihnen für dieses Entgegenkommen. Sie werden aber sicherlich auch verstehen, dass der Verlust einer der letzten Freiräume im Bezirk schmerzt. Wir hoffen auf einen weiterhin konstruktiven Austausch.

Es wäre schön, wenn wir in den nächsten 14 Tagen, bis zum 28. Juli, eine Rückmeldung von Ihnen hätten – auch was die Einreichung und Unterschrift der Tektur betrifft.

Mit freundlichen Grüßen

i.A. Adama Ulrich
AnliegerInitiative Marthashof – AIM

27.06.2008 – Brief STOFANEL an AIM

26.06.2008 – Fünftes Treffen AIM mit STOFANEL

31.05.2008 – Einweihung des STOFANEL Verkaufspavillons Ecke Schwedter Straße/ Bernauer Straße

Polizei ist für heißes Wochenende gerüstet

LINKSRADIKALE AKTIONSTAGE
Auch in der dritten Nacht in Folge kennzeichnen brennende Autos, Steinwürfe und Sachbeschädigungen die linksradikalen »Freiraumtage«. Auslöser ist die Räumung eines besetzten Hauses, die linke Szene wehrt sich gegen »Luxussanierungen« in Friedrichshain – mit Gewalt.

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29.05.2008 – Viertes Treffen AIM mit STOFANEL – wir halten das Ergebnis, das die Investoren versprechen zu prüfen, in Form eines Planes fest.

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21.05.2008 – Drittes Treffen AIM mit STOFANEL

20.05.2008 – Email AIM an STOFANEL

Sehr geehrte Frau Rübberdt, sehr geehrter Herr Rübberdt,

am Mittwoch, d. 21. Mai, soll ja nun unsere nächste Besprechung stattfinden. Diesem Termin sehen wir mit großer Erwartung entgegen, da unsere beiden bisherigen Treffen noch nicht zu verbindlichen Vereinbarungen geführt haben. Bis zur Eröffnung Ihres Showrooms am 31. Mai, bleibt dann nicht mehr viel Zeit. Daher möchten wir vorab mit Ihnen in Verbindung treten.

Zahlreiche Gespräche mit Anwohnern der Oderberger Strasse, der Schwedter Strasse, sowie der Kastanienallee haben uns gezeigt, dass allgemein großer Unmut darüber herrscht, dass wir Ihnen noch nichts wirklich Greifbares vermitteln können. Ein eventuell gedrehtes Gebäude, womit den Einen etwas zugute kommt, was aber wieder zu Lasten der Anderen geht, obendrein ohne exakte Höhenangaben (»X Stockwerke beim Altbau entsprechen Y beim Neubau«) ist nicht befriedigend. Hierbei konnten wir nur darauf verweisen, dass Ihrerseits zugesichert wurde, einen Plan mit präzisen Höhenangaben rechtzeitig vor der kommenden Sitzung an uns zu übergeben. Leider ist das bislang noch nicht geschehen. Wir bitten darum, uns diese Höhenangaben allgemein verständlich, beispielsweise in Relation zur Zeile der Quergebäude der Oderberger, zuzuschicken – am besten per Mail an Herrn Krigar. Der Plan sollte so beschaffen sein, dass jeder, auch ohne Fachkenntnisse, das Projekt visualisieren kann. Die Meinung vieler Anwohner ist aber generell: »ZU HOCH – ZU NAH! 1989 riefen wir: die Mauer muss weg! Wehret den Anfängen 2008!«Darum wollen wir hier noch einmal unser Anliegen klar formulieren: Wir möchten, dass die Etagenhöhe der Gebäude, die parallel zur Oderberger Str. liegen, von 6 auf 4 verringert und der Abstand zu unseren Grundstücksgrenzen um etwa 10 Meter vergrößert wird.

Dass die negative Stimmung im Kiez, Ihrem Projekt gegenüber, noch nicht überkocht, ist sicherlich dem Umstand zu verdanken, dass diejenigen kampagneerprobten Gruppierungen, die sich hauptsächlich für die politische Dimension der Gentrifizierungsproblematik interessieren, aufgrund der Diskretion unserer Verhandlungen, noch wenig mitbekommen haben. Doch immer wieder wird uns gegenüber der Verdacht geäußert: – »Bauherren und Investoren spielen auf Zeit, um vollendete Tatsachen zu schaffen – und ihr lasst euch hinhalten, indem ihr euch alle paar Wochen zu einer Plauderstunde trefft.«Sollten wir diese Mutmaßung nicht nachhaltig entkräften können – dann müssen wir Ihnen mitteilen, dass Ihr Kick-Off am 31.Mai, auch für die Anwohner Anlass sein wird, in einer breiten Öffentlichkeit aktiv zu werden. So mag bald auch bei englisch sprechenden Interessenten Ihres Projektes unsere Botschaft klar zu vernehmen sein.

Wir hoffen nicht, und gehen nach der konstruktiven Atmosphäre der beiden Sitzungen auch nicht davon aus, dass es soweit kommen muss. Allerdings sind wir alle fest entschlossen, den Versuch zu wagen, unser ZIEL zu erreichen, dass die Traumwohnungen anderer, nicht zu unser aller Alptraum werden.

Für die AnliegerInitiative Marthashof – AIM

i.A.
Mario Feist
Claudia Hering
Silvia Kollitz
Jörg Schleicher
Adama Ulrich

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20.05.2008 – TAG DER OFFIZIELLEN BEGRÜNDUNG VON AIM

19.05.2008 – 4. Treffen der betroffenen Bürger im PRATER

07.05.2008 – Zweites Treffen mit STOFANEL

24.04.2008 – Erstes Treffen mit STOFANEL

22.04.2008 – 2. Brief der Betroffenen an STOFANEL

Sehr geehrte Frau Stefanel,
sehr geehrter Herr Stoffel,

leider haben wir auf unseren Brief vom 09. 04. dieses Jahres keinerlei Reaktion erfahren. Wir wollen uns nicht wiederholen, Sie kennen unsere dringenden Einwände und Anliegen.

Besteht Ihr Interesse tatsächlich darin, dass das Urban-Village ein Ort mit einer hohen Wohn- und Lebensqualität wird, möchten Sie also nicht nur einen höchst möglichen Profit erzielen, dann sollten Sie unsere Forderungen bedenken: Größere Abstände zu den Gebäuden der Oderberger Str./Kastanienallee; Reduzierung der Höhe der Häuser, die an eben diese Straßen grenzen. Auch die neuen Eigentümer von Wohnungen in diesen Gebäuden möchten sicher nicht, dass man ihnen in die Fenster guckt.

Die von Ihnen gewünschte Klientel wird sich bestimmt nicht zuhause fühlen, wenn sie spürt, dass sie hier nicht willkommen ist. Ihr Urban-Village wird ein Fremdkörper sein, um so mehr, als er die gewachsene Lebensqualität der Menschen, die hier bereits seit vielen Jahren leben, drastisch einschränkt und behindert.

Darum möchten wir Sie mit diesem Schreiben noch einmal
nachdrücklich bitten, unsere Argumente – auch in Ihrem Interesse und vor allem im Interesse der Bewohner – zu berücksichtigen.

Andernfalls werden wir uns umgehend an die Öffentlichkeit wenden.

Mit freundlichen Grüßen
AIM

18.04.2008 – 3. Treffen der betroffenen Bürger in der OSTFEE

09.04.2008 – 1. Brief der Betroffenen an STOFANEL

Sehr geehrte Frau Stefanel,
sehr geehrter Herr Stoffel,

wir haben allen Grund zu ernsten Befürchtungen. Da Sie deren Verursacher sind, wollen wir zuallererst auch mit Ihnen darüber sprechen.
Unsere Sorgen betreffen das von Ihnen initiierte und offensichtlich gegen den ursprünglichen Plan geänderte Bauvorhaben auf dem ehemaligen Marthashof.
Nach Auskunft des Geschäftsführers und der Projektleiterin ist das dort geplante »Urban Village« nunmehr mit 5-6 Geschossern vorgesehen. Und zwar: U-förmig, d.h. zur Schwedter Straße offen, Grünanlagen mittig und nach hinten, etwa parallel zur Oderberger Straße, die geschlossenen Hochbauten.
Bei dieser Planung haben Sie uns, die langjährigen Bewohner der Oderberger Straße völlig außer Acht gelassen. Immerhin wollen Sie direkt vor unserer Nase ein riesiges Mauerwerk errichten und unsere allesamt nach hinten gelegenen Wohn- und Kinderzimmer total verschatten. Vielen Dank – von einer solchen Vermauerung haben wir uns vor fast zwanzig Jahren befreien können, wir benötigen keinerlei Neuanfertigungen.
Kurz und bündig: Wir bitten Sie nachdrücklich, diese – pardon – Rücksichtslosigkeit uns und unseren Kindern gegenüber noch einmal zu überdenken und zu korrigieren. Und zwar ehe es zu spät ist. Wir wünschen, dass die Abstände zu unseren Grundstücksgrenzen größer und die Gebäude niedriger, beziehungsweise anders angeordnet werden.
Sollten wir nicht zu einer Verständigung kommen, werden wir – darunter Baurechtler, Architekten, Journalisten, Rechtsanwälte – die Angelegenheit mit all unseren Kräften öffentlich machen. Das würde dem proklamierten Image des »Urban Village« ganz gewiss nicht zuträglich sein.
Viel lieber würden wir uns ohne großes Aufsehen mit Ihnen verständigen. Allerdings werden wir uns auf keinen Fall damit abfinden, im Schatten einer Mauer zu leben.
Wir bitten noch einmal um Ihr Verständnis und sehen Ihrer Antwort ebenso hoffnungsvoll wie ungeduldig entgegen.

i.A. – unterzeichnet von den Betroffenen auf der BVV Sitzung am 10.04.2008

10.04.2008 – BVV Sitzung Ausschuss Stadtentwicklung mit ca. 25 betroffenen Teilnehmern: die Projektleiter Herr und Frau Rübberdt stellen die Pläne für das Bauvorhaben Marthashof vor.
Die auf der Veranstaltung anwesenden betroffenen Bürger äußern Ihren Protest und unterzeichnen anschließend alle einen vorbereiteten Brief an die Investoren, s.o. Brief mit Datum 9.4.2008.

Öffentliche Sitzungen zum Marthashof am 10.04.2008

unter: Ausschuss für Stadtentwicklung und Wirtschaftsförderung

Auszug – Vorstellung des Bauvorhabens Marthashof
öffentliche Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung und Wirtschaftsförderung
Gremium: Ausschuss für Stadtentwicklung und Wirtschaftsförderung
Datum: Do, 10.04.2008 Status: öffentlich
Zeit: 19:30 – 21:45 Anlass: reguläre Ausschusssitzung
Raum: Haus 6, Raum 227
Ort: Bezirksamt Pankow von Berlin, 10400 Berlin, Fröbelstraße 17
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Herr Rupert von der STOFANEL Projektentwicklung GmbH & Co. Marthashof Berlin KG stellt das Projekt Marthashof in der Schwedter Straße vor.

Das gesamte Grundstück hat eine Größe von etwa 12.000 m² und weist zumeist eine 5- bis 6-geschossige Wohnbebauung auf.

Vor dem Beginn der Projektausführung wurde ein gutachterliches Verfahren durchgeführt.

Im Anschluss an die Vorstellung des Projekts findet eine lebhafte Diskussion insbesondere mit den anwesenden Anwohnern statt. Diese beklagen zumeist die mangelhafte Einbindung der Anwohner im Rahmen der Projektentwicklung sowie den Umstand, dass die Größe der Gebäude sich negativ auf ihr Wohnumfeld auswirken würde, die Wohnanlage Marthashof für sie nicht in ausreichendem Maße zugänglich sei und Abstands- sowie sonstige Bauvorschriften nicht eingehalten worden seien.

Die Anwohner werden auf die dafür zuständigen Baubehörden verwiesen, da der Ausschuss sich ohne nähere Informationen nicht mit Fragen der Umsetzung einer – unstreitig vorliegenden – Baugenehmigung beschäftigen kann.

01.04.2008 – 2. Treffen der Betroffenen in der OSTFEE

14.03.2008 – 1. Treffen der Betroffenen in Anwesenheit von STERN, NABU, BIOS und Herrn Stadtrat Dr. Nelken in der OSTFEE

Anfang März 2008: Betroffene aus dem Haus Oderberger Straße 48 kleben wieder Zettel an die Häuser der Oderberger Strasse und laden ein zu einem Treffen i.S. Marthashof.

MARTHASHOF – 11.01.2007 öffentliche Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung und Wirtschaftsförderung TOP Ö 5

Auszug – Gutachterverfahren »Neues Wohnen auf dem Marthashof«
öffentliche Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung und Wirtschaftsförderung
Gremium: Ausschuss für Stadtentwicklung und Wirtschaftsförderung
Datum: Do, 11.01.2007 Status: öffentlich
Zeit: 19:30 – 21:25 Anlass: reguläre Ausschusssitzung
Raum: Haus 6, Raum 227
Ort: Bezirksamt Pankow von Berlin, 10400 Berlin, Fröbelstraße 17
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Es gibt ein Abstimmungsproblem zwischen dem Ausschuss und dem BA, Herr Krause ist zu diesem TOP nicht vorbereitet, weil er davon ausging, dass von der Senatsverwaltung berichtet wird.

Herr Krause berichtet dennoch:

Das Land Berlin und ein Investor haben Mittel zur Verfügung gestellt um städtebauliche Lösungen für den Marthashof zu finden. Diese Phase ist so gut wie abgeschlossen. Es soll eine U-förmige Bebauung mit Öffnung zur Schwedter Straße umgesetzt werden.

Die Finanzierung des Verfahrens stellt sich wie folgt dar: 40000 € durch Senatsverwaltung und 20000 € durch den privaten Investor, verteilt auf sechs Architekturbüros (jeweils 10000€).

In der zweiten Phase werden Architekturbüros beauftragt, einen Gebäudeteilentwurf zu erarbeiten. Am 29.01. um 10.00 Uhr findet der nächste Termin in der Senatsverwaltung statt.

Der Ausschuss begrüßt ausdrücklich das beschrittene Verfahren und zeigt sich über die obsiegende Lösung erfreut.

In einer der nächsten Sitzung des Ausschusses wird das BA erneut über den Stand in dieser Sache berichten.

Im Dezember 2007: Betroffene Bürger aus dem Haus Oderberger Straße 48 kleben Zettel an die Häuser der Oderberger Strasse und machen die Anlieger auf das Projekt Marthashof aufmerksam.

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Berliner Morgenpost 12.11.09: PROMINENTE
Der Traum von der langen Familientafel – Von Anja Mazuhn

BUND: Bebauung gefährdet Naturschutzgebiet Bäkewiese und Waldfläche

Für Stofanel-Häuser und Villen in der Natur werden Bäume gefällt und Flächen versiegelt [http://www.bund-berlin.de/nc/bund_berlinde/presse/pressemitteilungen/detail/artikel/bund-bebauung-gefaehrdet-naturschutzgebiet-baekewiese-und-waldflaeche/?tx_ttnews=447&cHash=26f8ffd831]

Info 35/ 4. September 2009: Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND Berlin) kritisiert die geplante Bebauung mit 53 Wohnhäusern auf einer Waldfläche direkt am Naturschutzgebiet Bäkewiese in Berlin-Wannsee.

Aktuelle Informationen des Amtes für Umwelt und Natur: »Hirschhof« wird ab Oktober umgebaut

SZ 21.03.2009 – Interview mit Giovanna Stefanel-Stoffel

»Wir werden etwas Magisches machen.«

...Ist Prenzlauer Berg nicht schon wieder out?

LS: Die Ecke zwischen Mitte und Prenzlauer Berg ist etwas Besonderes. Da leben Menschen wie die, die vor 30 Jahren nach Schwabing gezogen sind...

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Medieninfo 24.07.2008

»Schwarzbau«-Jubiläum in der Bananenrepublik Mitte

Wie schnell das »Hüttenbeispiel« Schule macht, beweisen die Investoren des Bauprojektes »Marthashof« in der Schwedter Straße 37-40. Zur Bewerbung ihres
Projektes errichteten sie ungenehmigt in der Brunnenstraße 50 einen Showroom.
Auch hier war das Bezirksamt nicht Willens gegen den Schwarzbau vorzugehen.
Aus Angst vor einer gerichtlichen Auseinandersetzung bekamen die Investoren nachträglich eine befristet Genehmigung bis Mitte 2009.

Berliner Zeitung – 16.8.2008 – Holm Friebe

Die Penthouse-Villa im Marthashof

Wie ein eckiges Ufo von einem lila Fashion-Planeten steht der Verkaufs-Pavillon der Stofanel Vertriebs- und Consulting GmbH auf der Mauerstreifen-Brache gegenüber des Mauerparks...

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BERLINER WOCHE, Seite 3, Ausgabe Prenzlauer Berg vom 22.10.2008

Nun gibt es also eine Strasse in Berlin mit Namen »Marthashof«. Der BVV-Ausschuss für Kultur und Bildung hat dem Namen zugestimmt, die offizielle Namensgebung erfolgt nach Fertigstellung der Privatstrasse auf dem Gelände.

Neue Straße erinnert an Bildungseinrichtung

Welt Online, 10.Oktober 2008, I
Isabell Jürgens

STADTHÄUSER AM KÜNSTLICHEN SEE

Investor Stoffel baut Townhouses und Apartments auf der Truman Plaza in Zehlendorf

...Für Marthashof in Prenzlauer Berg wurde im vergangenen Monat der Grundstein gelegt, dort entstehen insgesamt 130 Wohneinheiten. Von den ersten 50, die im ersten Bauabschnitt fertiggestellt werden sollen, sind nach Auskunft des Investors bereits die Hälfte verkauft, »und wir haben schon viele Reservierungen«...

FREITAG 40 – 3.10.2008: Ulrike Steglich

Wohnen ohne Kompromisse

Bewohner von Townhouses geben viel Geld aus, dass Krach, Schmutz und Armut hinter dem Zaun bleiben. In Deutschland sucht eine urbane Mittelschicht das Dorf in der Stadt – und findet das Leben in der Eintönigkeit

...Auch Marthashof soll eine halböffentliche, nachts geschlossene Anlage werden, außerdem wird es Bewegungsmelder in den Privatgärten, ein »Lichtkonzept« im Gartenhof und Video-Gegensprechanlagen geben. Der Sicherheitsaspekt, sagt die Firmensprecherin Anna-Maria Gerhart, sei für die Nutzer sehr wichtig....

OpenPR.de, 18.September 2008,
Industrie, Bau & Immobilien
Pressemitteilung von: Stofanel Investment AG

STOFANEL INVESTMENT AG LEGT GRUNDSTEIN FÜR ERSTES BAUPROJEKT IN BERLIN

Bild.de, 18.September 2008

GRUNDSTEIN FÜR »MARTHASHOF« GELEGT

FAZ 3.September 2008

Berlin: Luxus für den Kiez

WELT Online, 28.August 2008

VOLKSFEST AUCH 2009 IN DAHLEM – SUCHE NACH NEUEM QUARTIER LÄUFT


© 2010 AIM - AnliegerInitiative Marthashof  ·  Link: http://www.marthashof.org/index.php5  ·  Stand: 07.09.2010 13:57 Uhr