Wir bleiben alle

Die Zukunft des "halböffentlichen Parks"

Marthashof, Stofanel und kein Ende

Netzwerk

Geschichte

Fotos

Über uns

Erlebte Gentrifizierung

Veröffentlichungen

Startseite

Oderberger Dreieck
 

Zu hoch! Zu nah!

Sehr geehrte Frau Stefanel, sehr geehrter Herr Stoffel,

Währenddessen schreitet Ihr Bauvorhaben unerbittlich weiter voran und frisst sich immer näher an unsere Grundstücksgrenzen. Es ist beängstigend, diesen Prozess aus unserer Perspektive beobachten zu müssen. Dabei spielt sich bislang das meiste am Boden ab. Bald
aber sollen die Mauern vor unseren Fenstern in die Höhe wachsen und wir dann vor wahrlich vollendeten Tatsachen stehen!

Diese näher rückende Perspektive wirft Fragen auf, mit denen wir konfrontiert werden: Ist die Verhandlungsdelegation der AnliegerInitiative seit nunmehr fast einem Jahr einer gewieften
Hinhaltetaktik aufgesessen? Ging es den Investoren seinerzeit nur um eine ruhige Eröffnung Ihres Verkaufspavillons, um den störungsfreien Start des Verkaufs?
Dann sind da die Gerüchte, sie wollten einen zusätzlichen Investor für Ihr Projekt ins Boot holen, der womöglich an solch einer Tektur überhaupt kein Interesse hat.

All das steigert nicht nur den Unmut der Anwohner, sondern auch die von Ihrer Seite eingeräumte Reduzierung der Bauhöhe von sechs auf fünf Etagen erscheint unbefriedigend. Zumal wir inzwischen erfahren haben, dass es sehr wohl auch andere Investoren gibt, die sich
beispielsweise vor Baubeginn mit den Anwohnern zusammensetzen, um für alle Beteiligten eine zufrieden stellende Lösung zu finden. Das würde dann auch mehr der „ganzheitlichen“ Herangehensweise gerecht werden, die Sie so gerne propagieren. Auch ist eine im Nachhinein verhandelte Reduzierung der Bauhöhe keine Seltenheit, einfach um lang anhaltenden Auseinandersetzungen mit der Nachbarschaft zuvor zu kommen. Selbst Gerichtsprozesse von
Eigentümern gegen neue Bauprojekte und deren Investoren haben Aussicht auf Erfolg, wie das Beispiel „Engelhöfe“ auf dem ehemaligen Mauerstreifen in Berlin-Mitte zeigt.

In Erwartung einer baldigen, konstruktiven Antwort verbleiben wir,
mit freundlichen Grüßen,

AIM

Sehr geehrte Frau Stefanel,
sehr geehrter Herr Stoffel,

wir danken für Ihr Schreiben vom 5.11.08, müssen aber unserer Verwunderung darüber Ausdruck geben, dass wir darin keine Antwort auf unser Schreiben vom 23.10.2008 erkennen können.

Wir haben in Konsequenz unserer Verhandlungen zu einigen Punkten Position bezogen, warten allerdings immer noch auf Ihre Stellungnahme (siehe Punkte 1-4 in unserem Schreiben vom 23.10.2008).

Zudem haben wir erfahren, dass Sie im Vertrieb weiter mit 6 Geschossen beim hinteren Riegel werben. Falls dem tatsächlich so ist, können Sie sich sicher unsere Irritation vorstellen.

Wir bitten nun, in geeigneter Weise Verbindlichkeit in Bezug auf die Tektur herzustellen und würden uns freuen, bis zum 12.12.2008 von Ihnen zu hören.

Mit freundlichen Grüßen

Kopie an: Katja und Werner Rübberdt, City.Bauten Gesellschaft für Projektentwicklung und ※management mbH

GRUNDSTEINLEGUNG DES PROJEKTES MARTHASHOF URBAN VILLAGE
am 17.09.2008

Sehr geehrte Frau Stefanel,
sehr geehrter Herr Stoffel,

Am Dienstag, d. 08.07.2008, trafen sich die Anlieger des Marthashofs, um über Ihren Kompromissvorschlag informiert zu werden und diesen zu diskutieren.

Einerseits sind Ihre Bemühungen und Ihre Bereitschaft, auf die Bedürfnisse der Anlieger einzugehen und auf bereits genehmigte Flächen zu verzichten, sehr positiv aufgenommen worden. Andererseits hat sich ein Großteil der Betroffenen deutlichere Ergebnisse von unseren Gesprächen erhofft. Die Anwohner hatten sich gerade erst mit der von den öffentlichen Stellen kommunizierten aufgelockerten Bebauung mit öffentlichem Park, beziehungsweise mit einer 3-4 geschossigen Bebauung, gemäß der 1. Stufe des Wettbewerbes, abgefunden. Der am 26.06. erzielte Kompromiss weist in seiner Masse und Entfernung immer noch erhebliche Abweichungen zu diesen Vorstellungen auf.

Dementsprechend fiel das Ergebnis der Abstimmung aus: Eine knappe Mehrheit der Anwesenden hat dem mit Ihnen ausgehandelten Kompromiss zugestimmt.
Wir möchten Sie aber noch darum bitten, folgende mit Ihnen schon besprochenen Punkte in Ihren Kompromissvorschlag aufzunehmen: die Begrünung der Häuserrückfronten und die lichtdurchlässigen Brüstungen an den Dachgärten.

Andere unkonventionelle aber wirkungsvolle Maßnahmen, die geeignet sind, die Beeinträchtigungen der Anlieger weiter zu reduzieren, würden das Bild und die Akzeptanz der Stofanel Investment GmbH im Kiez sicherlich nachhaltig fördern. Wir denken da z.B. an eine Lichtlenkung durch Spiegel oder verspiegelte Glasflächen, die Sonnenlicht in die beschatteten Gärten und Häuser leiten. (Das Studio Olafur Eliasson in der Invalidenstrasse in Berlin-Mitte, derzeit international bekannt durch das Projekt Wasserfall in New York, wurde uns in diesem Zusammenhang empfohlen. http://www.olafureliasson.net/

Die Anlieger wollen das Bauvorhaben selbstverständlich auch in Bezug auf die Geschichte, das soziale Umfeld, den Baulärm etc. sowohl kritisch als auch konstruktiv begleiten.

Sie, sehr geehrte Frau Stefanel und sehr geehrter Herr Stoffel, haben sich durch die Zugeständnisse, die Sie trotz einer genehmigten Planung gemacht haben, möglicherweise eine breitere Zustimmung erhofft. Wir danken Ihnen für dieses Entgegenkommen. Sie werden aber sicherlich auch verstehen, dass der Verlust einer der letzten Freiräume im Bezirk schmerzt. Wir hoffen auf einen weiterhin konstruktiven Austausch.

Es wäre schön, wenn wir in den nächsten 14 Tagen, bis zum 28. Juli, eine Rückmeldung von Ihnen hätten ※ auch was die Einreichung und Unterschrift der Tektur betrifft.

Mit freundlichen Grüßen

31.05.2008 ※ Einweihung des STOFANEL Verkaufspavillons Ecke Schwedter Straße/ Bernauer Straße

Polizei ist für heißes Wochenende gerüstet

Bild

Bild

Sehr geehrte Frau Rübberdt, sehr geehrter Herr Rübberdt,

am Mittwoch, d. 21. Mai, soll ja nun unsere nächste Besprechung stattfinden. Diesem Termin sehen wir mit großer Erwartung entgegen, da unsere beiden bisherigen Treffen noch nicht zu verbindlichen Vereinbarungen geführt haben. Bis zur Eröffnung Ihres Showrooms am 31. Mai, bleibt dann nicht mehr viel Zeit. Daher möchten wir vorab mit Ihnen in Verbindung treten.

Wir hoffen nicht, und gehen nach der konstruktiven Atmosphäre der beiden Sitzungen auch nicht davon aus, dass es soweit kommen muss. Allerdings sind wir alle fest entschlossen, den Versuch zu wagen, unser ZIEL zu erreichen, dass die Traumwohnungen anderer, nicht zu unser aller Alptraum werden.

i.A.
Mario Feist
Claudia Hering
Silvia Kollitz
Jörg Schleicher
Adama Ulrich

----

20.05.2008 ※ TAG DER OFFIZIELLEN BEGRÜNDUNG VON AIM

Sehr geehrte Frau Stefanel,
sehr geehrter Herr Stoffel,

leider haben wir auf unseren Brief vom 09. 04. dieses Jahres keinerlei Reaktion erfahren. Wir wollen uns nicht wiederholen, Sie kennen unsere dringenden Einwände und Anliegen.

Besteht Ihr Interesse tatsächlich darin, dass das Urban-Village ein Ort mit einer hohen Wohn- und Lebensqualität wird, möchten Sie also nicht nur einen höchst möglichen Profit erzielen, dann sollten Sie unsere Forderungen bedenken: Größere Abstände zu den Gebäuden der Oderberger Str./Kastanienallee; Reduzierung der Höhe der Häuser, die an eben diese Straßen grenzen. Auch die neuen Eigentümer von Wohnungen in diesen Gebäuden möchten sicher nicht, dass man ihnen in die Fenster guckt.

Die von Ihnen gewünschte Klientel wird sich bestimmt nicht zuhause fühlen, wenn sie spürt, dass sie hier nicht willkommen ist. Ihr Urban-Village wird ein Fremdkörper sein, um so mehr, als er die gewachsene Lebensqualität der Menschen, die hier bereits seit vielen Jahren leben, drastisch einschränkt und behindert.

Darum möchten wir Sie mit diesem Schreiben noch einmal
nachdrücklich bitten, unsere Argumente ※ auch in Ihrem Interesse und vor allem im Interesse der Bewohner ‫ zu berücksichtigen.

Andernfalls werden wir uns umgehend an die Öffentlichkeit wenden.

Mit freundlichen Grüßen
AIM

Sehr geehrte Frau Stefanel,
sehr geehrter Herr Stoffel,

mit ca. 25 betroffenen Teilnehmern: die Projektleiter Herr und Frau Rübberdt stellen die Pläne für das Bauvorhaben Marthashof vor.
Die auf der Veranstaltung anwesenden betroffenen Bürger äußern Ihren Protest und unterzeichnen anschließend alle einen vorbereiteten Brief an die Investoren, s.o. Brief mit Datum 9.4.2008.

Öffentliche Sitzungen zum Marthashof am 10.04.2008

unter: Ausschuss für Stadtentwicklung und Wirtschaftsförderung

Herr Rupert von der STOFANEL Projektentwicklung GmbH & Co. Marthashof Berlin KG stellt das Projekt Marthashof in der Schwedter Straße vor.

Das gesamte Grundstück hat eine Größe von etwa 12.000 m² und weist zumeist eine 5- bis 6-geschossige Wohnbebauung auf.

Vor dem Beginn der Projektausführung wurde ein gutachterliches Verfahren durchgeführt.

Im Anschluss an die Vorstellung des Projekts findet eine lebhafte Diskussion insbesondere mit den anwesenden Anwohnern statt. Diese beklagen zumeist die mangelhafte Einbindung der Anwohner im Rahmen der Projektentwicklung sowie den Umstand, dass die Größe der Gebäude sich negativ auf ihr Wohnumfeld auswirken würde, die Wohnanlage Marthashof für sie nicht in ausreichendem Maße zugänglich sei und Abstands- sowie sonstige Bauvorschriften nicht eingehalten worden seien.

Die Anwohner werden auf die dafür zuständigen Baubehörden verwiesen, da der Ausschuss sich ohne nähere Informationen nicht mit Fragen der Umsetzung einer ※ unstreitig vorliegenden ‫ Baugenehmigung beschäftigen kann.

Anfang März 2008: Betroffene aus dem Haus Oderberger Straße 48 kleben wieder Zettel an die Häuser der Oderberger Strasse und laden ein zu einem Treffen i.S. Marthashof.

Es gibt ein Abstimmungsproblem zwischen dem Ausschuss und dem BA, Herr Krause ist zu diesem TOP nicht vorbereitet, weil er davon ausging, dass von der Senatsverwaltung berichtet wird.

Herr Krause berichtet dennoch:

Das Land Berlin und ein Investor haben Mittel zur Verfügung gestellt um städtebauliche Lösungen für den Marthashof zu finden. Diese Phase ist so gut wie abgeschlossen. Es soll eine U-förmige Bebauung mit Öffnung zur Schwedter Straße umgesetzt werden.

Die Finanzierung des Verfahrens stellt sich wie folgt dar: 40000 € durch Senatsverwaltung und 20000 € durch den privaten Investor, verteilt auf sechs Architekturbüros (jeweils 10000€).

In der zweiten Phase werden Architekturbüros beauftragt, einen Gebäudeteilentwurf zu erarbeiten. Am 29.01. um 10.00 Uhr findet der nächste Termin in der Senatsverwaltung statt.

Der Ausschuss begrüßt ausdrücklich das beschrittene Verfahren und zeigt sich über die obsiegende Lösung erfreut.

In einer der nächsten Sitzung des Ausschusses wird das BA erneut über den Stand in dieser Sache berichten.

Im Dezember 2007: Betroffene Bürger aus dem Haus Oderberger Straße 48 kleben Zettel an die Häuser der Oderberger Strasse und machen die Anlieger auf das Projekt Marthashof aufmerksam.

  Bild

BUND: Bebauung gefährdet Naturschutzgebiet Bäkewiese und Waldfläche

Für Stofanel-Häuser und Villen in der Natur werden Bäume gefällt und Flächen versiegelt [http://www.bund-berlin.de/nc/bund_berlinde/presse/pressemitteilungen/detail/artikel/bund-bebauung-gefaehrdet-naturschutzgebiet-baekewiese-und-waldflaeche/?tx_ttnews=447&cHash=26f8ffd831]

Info 35/ 4. September 2009: Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND Berlin) kritisiert die geplante Bebauung mit 53 Wohnhäusern auf einer Waldfläche direkt am Naturschutzgebiet Bäkewiese in Berlin-Wannsee.

Aktuelle Informationen des Amtes für Umwelt und Natur: „Hirschhof“ wird ab Oktober umgebaut

...Ist Prenzlauer Berg nicht schon wieder out?

LS: Die Ecke zwischen Mitte und Prenzlauer Berg ist etwas Besonderes. Da leben Menschen wie die, die vor 30 Jahren nach Schwabing gezogen sind...

Bild

Bild

Medieninfo 24.07.2008

„Schwarzbau“-Jubiläum in der Bananenrepublik Mitte

Die Penthouse-Villa im Marthashof

Wie ein eckiges Ufo von einem lila Fashion-Planeten steht der Verkaufs-Pavillon der Stofanel Vertriebs- und Consulting GmbH auf der Mauerstreifen-Brache gegenüber des Mauerparks...

Bild

BERLINER WOCHE, Seite 3, Ausgabe Prenzlauer Berg vom 22.10.2008

Neue Straße erinnert an Bildungseinrichtung

Welt Online, 10.Oktober 2008, I
Isabell Jürgens

STADTHûUSER AM KÜNSTLICHEN SEE

Investor Stoffel baut Townhouses und Apartments auf der Truman Plaza in Zehlendorf

Wohnen ohne Kompromisse

OpenPR.de, 18.September 2008,
Industrie, Bau & Immobilien
Pressemitteilung von: Stofanel Investment AG

STOFANEL INVESTMENT AG LEGT GRUNDSTEIN FÜR ERSTES BAUPROJEKT IN BERLIN

Bild.de, 18.September 2008

FAZ 3.September 2008

Berlin: Luxus für den Kiez

WELT Online, 28.August 2008


© 2020 AIM - AnliegerInitiative Marthashof  ·  Link: http://www.marthashof.org/index.php5  ·  Stand: 23.10.2020 10:52 Uhr